Wolfpack greift trotz Verletzungssorgen Medaillenränge an
Für Rugby Deutschlands 7er-Männerteam sind die Rugby Europe 7s Championships, die mit den Hamburg 7s (3. bis 5. Juli) mit einem echten Heimspiel beginnen, der spektakuläre Abschluss einer bereits sehr intensiven und erfolgreichen Saison. Die hat allerdings auch einiges gekostet, muss Bundestrainer Pablo Feijóo doch auf nicht gerade wenige Leistungsträger verzichten, die sich im Verlauf der SVNS Weltserien-Saison verletzt haben und jetzt für das Turnier in der Hansestadt leider doch nicht rechtzeitig fit geworden sind. Doch trotz zahlreicher Ausfälle will das Wolfpack auch in diesem Jahr die Podiumsplätze angreifen. (Foto: World Rugby / Alex Ho)
“Ja, leider kehrt keiner der Verletzten rechtzeitig zur EM wieder zurück, also werden wir auch in Hamburg einige Akademiespieler dabeihaben, die zum Teil ihre Sache aber auch schon auf der Weltserie gut gemacht haben“, so Coach Feijóo. “Das wird natürlich eine Herausforderung gegen die besten Teams Europas. Aber positiv dabei ist: Die jüngeren Spieler können die Hand heben und zeigen, wie gut sie schon sind und wie sie auf diesem Niveau bereits performen können. Die Erfahrungen, die sie bei der EM sammeln, helfen uns, den Kader für die Zukunft breiter aufzustellen und dann besser auf verletzungsbedingte Ausfälle reagieren zu können.“
Kapitän Tim Lichtenberg, Finisher Jakob Dipper, Spielmacher Niklas Koch oder auch Max Heid und Daniel Eneke sind wohl die namhaftesten Ausfälle, die das Wolfpack zu beklagen hat. Dafür bekommen Spieler wir Til Zahner, Max Kammholz, Lennox Wiese oder auch Bela Sindermann die Chance, sich auch für künftige Nominierungen zu empfehlen.
Mit diesem Kader wird das Wolfpack in Hamburg antreten:
Sportfördergruppe Bundeswehr:
Cedric Eichholz (RG Heidelberg), Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Max Roddick, Chris Umeh (SC Neuenheim), Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880), Philip Gleitze, Anton Gleitze (Berliner RC), Til Zahner (Heidelberger RK)
SC Germania List: Felix Hufnagel
RG Heidelberg: Maximilian Kammholz
FC St. Pauli: Ben Ellermann
Heidelberger RK: Lennox Wiese
RC Aachen: Bela Sindermann
“Das ist natürlich trotzdem ein starkes Team mit Spielern, die das ganze Jahr über hart arbeiten, um dann auf diesem Niveau auch zum Einsatz kommen zu können. Ich denke schon, dass sie Spaß machen werden und ihre Familien, Freundinnen und Freunde mit guten Leistungen begeistern können. Das ist für uns auch eine tolle Chance zu zeigen, wie gut sich das deutsche Rugby in den letzten Jahren entwickelt hat“, so Feijóo.
Allerdings, so der Bundestrainer, werde das Team gleich vom ersten Spiel an voll da sein müssen. Die Vorrundengruppe mit dem Vize-Europameister des Vorjahres und aktuellen World-Championship-Dritten aus Spanien sowie Tschechien und Polen ist absolut kein Selbstläufer. “Das erste Spiel am Freitag gegen Tschechien ist für uns schon ganz wichtig. Wenn wir da gut abliefern und gewinnen, kann das für uns schon auch wegweisend für dieses Turnier sein.“