Hamburg7sTag 1: Wolfpack souverän ins Viertelfinale

Tag 1: Wolfpack souverän ins Viertelfinale

Für die Rugby-Deutschland-Teams ist der erste Turniertag bei den Hamburg 7s, also bei den Europameisterschaften im olympischen 7er-Rugby, sehr unterschiedlich verlaufen. Während sich die deutschen Männer vor 1750 Zuschauern in ihren Gruppenspielen gegen Tschechien und Polen jeweils sehr souverän und deutlich durchsetzen und damit vorzeitig im Viertelfinale stehen, mussten die deutschen Frauen trotz durchaus ansprechenden Leistungen gegen die starken Teams aus Tschechien und Polen zwei Niederlagen einstecken. Wirklich unzufrieden war Frauen-Bundestrainer Curtis Bradford allerdings nicht, sein Kollege bei den Männern, Pablo Feijóo, schon erst recht nicht. (Foto: Jan Perlich / Rugbylicious Photography)

Die deutschen Männer wurden ihrer Mitfavoritenrolle am ersten Turniertag vollauf gerecht. Schon der Auftakt gegen die durchaus unangenehmen Tschechen geriet zu einer dominanten Vorstellung des Wolfpack, dass dem Gegner kaum eine echte Chance ließ. Schon nach 36 Sekunden hatte Makonnen Amekuedi eine Lücke gefunden und war dann für den erhöhten Versuch auf und davon. Ben Ellermann und der sicherer Kicker Felix Hufnagel erhöhten wenig später auf 14:0. Und selbst, als Amekuedi für ein zu hohes Tackling Gelb sah (5.), konnte Tschechien das nicht zu Punkten nutzen, kassierte stattdessen selbst eine Zeitstrafe. Und die Deutschen nutzten die nun wieder Gleichzahl noch vor der Pause zum dritten Versuch. Nach einem schönen Offload von Cedric Eichholz lief Kapitän Philipp Gleitze ins Malfeld ein. Hufnagels Erhöhungskick touchierte zwar die Querlatte, „rutschte“ aber drüber zum 21:0 Pausenstand. Tschechien hatte bis dahin nur einen einzigen Durchbruch, den Philip Gleitze aber noch verteidigte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Tschechen kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus, fanden auch keine Lösung gegen das dominante deutsche Spiel. Das Wolfpack hingegen spielte nahezu fehlerfrei und konzentriert weiter, legte durch Hufnagel, Anton Gleitze und Debütant Max Kammholz noch drei Versuche, die Hufnagel sicher erhöhte. Und so stand bei Abpfiff ein klares und auch in der Höhe völlig verdientes 42:0 auf der Anzeigetafel.

Ganz ähnlich verlief das zweite Gruppenspiel gegen Polen: Der Gegner war praktisch über die gesamte Spielzeit nahezu chancenlos, hatte kaum eine Szene in der deutschen Hälfte. Auf der anderen Seite kontrollierte das Wolfpack das Geschehen nach Belieben, spielte sich Chance um Chance heraus und nutzte diese mit wenigen Ausnahmen auch konsequent aus. Cedric Eichholz, Philipp Gleitze (2) und Makonnen Amekuedi, der sich den Ball selbst per Kick vorlegte, ihn erlief und spektakulär ins Malfeld sprang, besorgten schon zur Pause einen klaren 26:0-Vorsprung.

Und so ging es in Durchgang zwei weiter: Amekuedi zeigte zweimal seine unfassbare Schnelligkeit und legte weitere zweimal ab. Und auch Felix Hufnagel trug sich noch als Try-Scorer ein, sodass wie im ersten Spiel ein so überzeugender wir klarer 41:0-Erfolg in die Bücher geschrieben wurde.

„Die Jungs haben den Job an Tag eins sehr gut erledigt“, konstatierte Bundestrainer Pablo Feijóo. „Es war natürlich nicht alles top, aber wir haben den Ball offensiv wie defensiv sehr gut kontrolliert, und in beiden Spielen haben wir sehr konzentriert und effektiv gespielt. Morgen wird es sicher schwieriger, also müssen wir jetzt gut regenerieren und dann den Fokus auf Spanien richten.“

Gut gespielt, aber keinen Sieg eingefahren

Für die deutschen Frauen verlief der Turnierauftakt nicht so, wie man sich das gewünscht hatte. Zwar zeigte man gegen Tschechien eine starke Anfangsphase, bestimmte die ersten Minuten und belohnte sich mit einem Versuch von Kapitänin Mette Zimmat (2.). Danach allerdings übernahmen die starken Tschechinnen mehr und mehr das Kommando, glichen bis zur Halbzeit zum 5:0 aus und drehten die Partie im zweiten Durchgang komplett mit zwei Versuchen in eine 17:5-Führung. Johanna Hacker verkürzte für die Girl Gang zwar in der Schlussphase mit einem unwiderstehlichen Sprint zum zweiten Versuch, den Charlotte Malaizier auch sicher zum 12:17 erhöhte, aber das Aufbäumen kam zu spät, und Tschechien konnte mit dem Kick ins Aus die Partie beenden.

Gegen Polen hielt die Girl Gang eine Halbzeit lang richtig gut dagegen, verteidigte zwar lange, aber sehr gut. Polen ging zwar nach zwei Minuten in Führung, aber Mette Zimmat fand nur eine Minute später die Lücke für den Versuch unter den Stangen, den Julia Braun auch sicher zur 7:5-Halbzeitführung erhöhen konnte. Im zweiten Durchgang allerdings machte die Girl Gang es den Polinnen phasenweise etwas zu leicht, in Ballbesitz zu kommen und dann auch Versuche zu legen. Noch dreimal legten die vor allem körperlich überlegenen Gegnerinnen im Malfeld ab und gewannen am Ende einen Tick zu deutlich mit 24:7.

„Wir hatten eigentlich eineinhalb gute Spiele. Gegen Tschechien war es wirklich gut, bis auf vielleicht drei Minuten, sodass am Ende womöglich sogar mehr drin war“, so Bundestrainer Curtis Bradford. „Auch gegen Polen haben wir eine gute Halbzeit gespielt, vor allem defensiv, aber dann fehlte uns etwas die Genauigkeit in unseren Aktionen. So stehen wir trotz guter Leistungen ohne ein positives Ergebnis da, aber das ist ein Learning. Wir schauen nach vorn, es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen.“

Partner der EM 2026 werden

Sie haben Interesse daran, ein nachhaltiges Top-Event als Präsentationsplattform für ihr Unternehmens zu nutzen?

Die Rugby-EM bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten! Egal ob klassische Kommunikationsmaßnahmen, Employer Branding-Aktivierungen, Kunden- oder Mitarbeiter-Incentives – wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuell auf Sie zugeschnittenes Paket.

Unser Partnership-Team freut sich auf ihre Kontaktaufnahme: partner@hamburg7s.com