7er-Frauen: “Werden in Hamburg großartiges Rugby sehen“
Für die deutschen 7er-Rugbyfrauen steht mit den Europameisterschaften und den Hamburg 7s (3. bis 5. Juli) als Auftakt das wichtigste Event des Jahres bevor. Die Girl Gang zählt zwar nicht zu den absoluten Topfavoriten, befindet sich allerdings dahinter in einer Gruppe von Teams, die darauf hoffen, den einen verfügbaren Platz in der Weltserie SVNS 3 ergattern zu können. Die Konkurrenz ist groß, aber das deutsche Team um Bundestrainer Curtis Bradford hat in den letzten Monaten gute Schritte nach vorn gemacht und kommt durchaus selbstbewusst in die Hansestadt. Und “Progress“ ist auch das, was der Coach in erster Linie von seinem Team fordert – also mindestens, besser abzuschneiden als im Vorjahr. (Foto: Rugby Europe / Nigel Kennedy)
“Wir haben im letzten Jahr so viele Spiele gewonnen, wie kein deutsches 7er-Frauenteam seit 2011. Daran wollen wir selbstverständlich anknüpfen und auch im Ranking nach oben klettern. Und dann schauen wir, wofür das am Ende reicht“, so formuliert Coach Bradford klar den Anspruch an sein Team. Die Vorbereitung sei insgesamt gut gelaufen. Man habe gute Leistungen gegen starke Teams gezeigt, das Turnier im französischen Tours sogar gewinnen können. “Ich denke, wir werden ein Team sehen, dass zeigen wird, wie sehr ihm am Herzen liegt, Deutschland in dieser EM zu vertreten. Wir werden harte Arbeit, Zusammenhalt und großartiges Rugby zu sehen bekommen.“
Personell kann der Bundestrainer beinahe aus dem Vollen schöpfen. Zwar fällt Elena Korn verletzungsbedingt aus, aber mit Johanna Hacker hat eine wichtige Spielerin hart daran gearbeitet, rechtzeitig für das Heimspiel in Hamburg fit zu werden. „Es gab einige wirklich schwierige Nominierungsentscheidungen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen starken Kader auf dem Platz sehen werden.“
Mit diesem Team wird Rugby Deutschland bei den Hamburg 7s auflaufen:
Heidelberger RK: Mette Zimmat, Sophie Hacker, Charlotte Malaizier, Paula Schult, Johanna Hacker, Joy Weatherspoon
RK 03 Berlin: Julia Braun
SC Germania List: Gesine Adler
TSV Handschuhsheim: Annika Nowotny
SC Neuenheim: Steffi Gruber, Laura Schwinn
Donau Wien (AUT): Elena-Riccarda Hennig
Dubai (VAE): Sofie Fella
Auf Abruf: Hille-Hendriekje Janssen (SC Germania List), Manja Bechtel (Stade Francais/FRA)
Bereits die Gruppenphase mit Spielen gegen die Hamburg-7s-Siegerinnen des letzten Jahres aus Polen, Tschechien und Aufsteiger Türkei wird herausfordernd für die Girl Gang. “Da müssen wir gleich voll da sein und unsere beste Leistung abliefern“, so Coach Bradford. Als optimales Ergebnis stünde am Ende der EM-Serie – das zweite Turnier steigt vom 24. bis 26. Juli in Split (CRO) – die erstmalige Qualifikation für die Weltserie. Da diese aber nur an das beste Team geht, das nicht schon dort spielt, ist die Konkurrent groß: Neben den Deutschen machen sich auch Polen, Belgien, Tschechien, Irland und auch Portugal berechtigte Hoffnungen darauf.
Bereits am 1. Juli wird das Team in Hamburg anreisen, abends in der Rugby-Arena Stadtpark noch ein öffentliches Training sowie ein Meet & Greet mit Kindern und Jugendlichen absolvieren, bevor es dann am 3. Juli losgeht.