Hamburg7sHamburg 7s 2026 erhalten höchste Nachhaltigkeitsauszeichnung von Netzwerk Green Events Hamburg

Hamburg 7s 2026 erhalten höchste Nachhaltigkeitsauszeichnung von Netzwerk Green Events Hamburg

Die „Hamburg 7s“ Rugby-Europameisterschaften der Frauen und Männer sind 2026 mit dem „Netzwerk Green Events Siegel Premium“ ausgezeichnet worden. Das Turnier erreichte im Zertifizierungsverfahren 153 von 182 möglichen Punkten und damit die höchste Stufe des Hamburger Nachhaltigkeitssiegels. Für Rugby Deutschland und die verantwortliche Nachhaltigkeitsagentur green4sports ist die Auszeichnung ein besonderer Meilenstein: Das seit 2024 weiterentwickelte Nachhaltigkeitskonzept konnte damit innerhalb von drei Jahren von der Basisstufe über das Medium-Siegel bis zur höchsten Zertifizierungsstufe weiterentwickelt werden.

Bereits 2024 waren die Hamburg 7s mit dem Basis-Siegel von Netzwerk Green Events Hamburg ausgezeichnet worden. 2025 folgte das Medium-Siegel. Mit dem Erreichen der Premium-Stufe im Jahr 2026 wird nun die konsequente Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts bestätigt. Das Green Events Siegel Premium ist die höchste Kategorie des Zertifizierungssystems. Die Bewertung erfolgt anhand konkreter Nachhaltigkeitsmaßnahmen und ihrer Umsetzung im Rahmen der Veranstaltung. Auch bei anderen Hamburger Großveranstaltungen wurde die Premium-Stufe bereits als höchste Auszeichnung vergeben. Bei Sportveranstaltungen sind die Rugby-Europameisterschaften jetzt das erste Event, das diese Stufe erreichen konnte.

Nachhaltigkeit als kontinuierlicher Entwicklungsprozess

Nachhaltigkeit ist bei den Hamburg 7s seit dem ersten Turnier im Jahr 2023 fest in der Veranstaltungsplanung verankert. Über die vergangenen Jahre wurde das Konzept Schritt für Schritt von green4sports erweitert und professionalisiert. Dabei ging es nicht nur darum, einzelne Maßnahmen umzusetzen, sondern Nachhaltigkeit zunehmend in die unterschiedlichen Bereiche der Veranstaltung zu integrieren – von Mobilität und Energie über Catering und Abfallmanagement bis hin zu Teilhabe, Kommunikation und Bildung.

2026 lag ein besonderer Fokus auf den zunehmenden Herausforderungen durch Hitze und Klimawandel. Die Erfahrungen vergangener Veranstaltungen und die steigende Bedeutung der Klimaanpassung wurden genutzt, um die Rahmenbedingungen für Zuschauerinnen und Zuschauer, Teams, Volunteers und Mitarbeitende weiter zu verbessern.

Zu den 2026 weiterentwickelten beziehungsweise ergänzten Maßnahmen gehören insbesondere:

Mehr Hitzeschutz für die Zuschauenden: Zusätzliche Möglichkeiten für Schatten und Aufenthalt abseits der direkten Sonneneinstrahlung wurden geschaffen, um den Aufenthalt auf dem Veranstaltungsgelände auch bei hohen Temperaturen angenehmer und sicherer zu gestalten.

Größere Zelt- und Aufenthaltslösungen: Die vorhandenen Schutz- und Aufenthaltsbereiche wurden erweitert und an die besonderen Anforderungen heißer Veranstaltungstage angepasst. Zudem wurde ein eigenes Sicherheits- und Schutzkonzept für alle Teilnehmenden entwickelt und umgesetzt.

Kostenfreies Trinkwasser: Das bereits etablierte Angebot kostenloser Trinkwasserstellen wurde weiter ausgebaut und damit ein niedrigschwelliger Zugang zu Trinkwasser für Zuschauerinnen und Zuschauer, Teams und Volunteers geschaffen.

Bewährte Nachhaltigkeitsmaßnahmen weitergeführt

Gleichzeitig wurden die bereits in den vergangenen Jahren etablierten Maßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem:

Klimafreundliche Mobilität: Der gesicherte Fahrradparkplatz unterstützt die Anreise mit dem Fahrrad und schafft eine attraktive Alternative zur Anreise mit dem Auto. In diesem Jahr war ein eigenes Reparaturteam vor Ort, das die Besuchenden für ein Fahrradcheck kostenfrei nutzen konnten.

Grüne Energieversorgung: Der Einsatz einer mobilen Solarstation trägt dazu bei, den Bedarf an fossiler Energie auf dem Veranstaltungsgelände zu reduzieren.

Reduktion von Einwegplastik: Mehrwegangebote und kostenfreie Trinkwasserstellen helfen dabei, Einwegverpackungen und insbesondere Einwegplastik weiter zu reduzieren.

Nachhaltiges Catering: Im Crew- und Spielerinnen- und Spielerbereich kommen Mehrweg- und Bio-Catering zum Einsatz. Auch im Public-Catering wird auf ein entsprechendes vegetarisches und veganes Angebot gesetzt.

Fair Trade und ressourcenschonendes Branding: Fair gehandelte Produkte sowie ein möglichst ressourcenschonender Einsatz von Veranstaltungsbranding bleiben Bestandteil des Konzepts.

Abfallmanagement: Mülltrennung, Refood-Tonnen und Komposttoiletten unterstützen ein strukturiertes und ressourcenschonendes Abfallmanagement. Essensreste wurden nach dem Event von Food Charing-Mithelfenden abgeholt, so dass nur noch sehr wenige Essensreste weggeschmissen werden mussten.

Safer Space und Awareness: Lärmreduzierte Lounges, rauchfreie Zonen und geschützte Rückzugsräume schaffen zusätzliche Möglichkeiten für einen möglichst inklusiven und respektvollen Veranstaltungsbesuch.

Partizipation und Transparenz: Feedback von Besucherinnen und Besuchern, Teams und Volunteers wird genutzt, um Erfahrungen aus dem Turnier systematisch auszuwerten und in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen.

Ein wichtiger Baustein ist zudem die systematische Erfassung von Mobilitätsdaten. Bereits 2025 wurden Vor-Ort-Umfragen zum Anreiseverhalten der Zuschauerinnen und Zuschauer durchgeführt und mit weiteren Mobilitätsdaten zusammengeführt. Dadurch konnte erstmals eine detailliertere Klimabilanz für die Veranstaltung erstellt werden. Diese Datengrundlage unterstützt die weitere Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Reduzierung der veranstaltungsbezogenen Emissionen.

Olaf Schirle Geschäftsführer green4sports:

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem Green Events Siegel Premium. Entscheidend ist für uns dabei nicht allein das Siegel, sondern die Entwicklung, die dahintersteht. Wir haben das Konzept der Hamburg 7s über mehrere Jahre gemeinsam mit Rugby Deutschland weiterentwickelt und dabei immer wieder neue Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung einfließen lassen. Besonders glücklich sind wir über die inzwischen hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten. Gerade auch unsere Dienstleistenden sind inzwischen begeistert von dem Gesamtkonzept. Viele Rückmeldung der Zuschauenden sind für uns ein deutliches Zeichen, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“

Anspruch für 2027: Niveau halten und gezielt weiterentwickeln

Mit dem Erreichen der höchsten Stufe ist die Entwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts für die Hamburg 7s jedoch nicht abgeschlossen. Für die Veranstaltung 2027 besteht der klare Anspruch, die Qualität und das erreichte Niveau der Nachhaltigkeitsmaßnahmen aus dem Jahr 2026 aufrechtzuerhalten und das Konzept in ausgewählten Teilbereichen gezielt weiter zu optimieren.

Dabei sollen insbesondere die Erfahrungen aus der Umsetzung des diesjährigen Turniers, die Rückmeldungen der verschiedenen Stakeholder sowie die erhobenen Daten genutzt werden, um bestehende Maßnahmen weiter zu verbessern und neue sinnvolle Ansätze zu identifizieren. Die Hamburg 7s wollen damit auch künftig zeigen, dass internationale Sport-veranstaltungen, sportliche Spitzenleistungen, Unterhaltung und verantwortungsvolle Veranstaltungsorganisation miteinander verbunden werden können.

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